Freitag, 4. Juli 2014

HAYEK 12 - THE SOCIALIST ROOTS OF NAZIISM


Der Nationalsozialismus ist die logische Folge der politischen und geistesgeschichtlichen Entwicklungen, wie sie sich in Deutschland und anderen Staaten des europäischen Kontinents seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ergeben haben. Er ist alles andere als ein irrationales System ohne intellektuellen Hintergrund. Wenn dem so wäre, hätte der Nationalsozialismus niemals so mächtig und gefährlich werden können. Es ist schlicht und einfach der Kollektivismus ohne Entwicklung einer Tradition des Individualismus, der zu Hitler, Mussolini oder Stalin geführt hat!

 

Der Nationalsozialismus ist eine echte sozialistische Strömung und hat nichts mit Kapitalismus, Bourgeoisie oder der „Reaktion“ zu tun. Es war ja gerade das Fehlen eines starken Bürgertums, das Hitler erst ermöglich hatte. Jene Leute, die Hitler am stärksten unterstützt hatten waren eben gerade keine Bürgerlichen, sondern solche, die in ihren Köpfen längst auf den Weg des Kollektivismus geratene waren, egal wie sie sich nach außen hin auch erklärt haben mochten (das Etikett).

 

Der Nationalsozialismus ist eine Kombination von Sozialismus und Nationalismus, wie bereits der Parteiname deutlich anzeigt. Der Sozialismus zeigte sich international, aber vor allem in Deutschland, meist sehr militant. Es waren die deutschen Sozialisten, die 1914 mit Hurra in en Krieg gezogen waren, die im Reichstag für den Krieg gestimmt hatten. Der Liberalismus ist die einzige Strömung, die Krieg als sinnlos erachten, der Sozialismus hat Krieg immer auch als legitimes Mittel der Willensdurchsetzung betrachtet – diese Haltung ist auch notwendig für jedes kollektivistische System, wie es Zwang nach innen ausüben muss, muss es auch Zwang gegenüber der Einmischung von anderen Systemen ausüben. Und wer die „Weltrevolution“ anstrebt muss auch als Angreifer auftreten können. Diese Logik war vielen nicht klar und sie sind deshalb oft den Sozialisten auf den Leim gegangen, wenn diese von Frieden gesprochen hatten.

 

Der Erste und der Zweite Weltkrieg waren beiden Kriege zwischen zwei Systemen. In beiden Kriegen war es stets der Krieg zwischen dem Liberalismus, für den Großbritannien und die USA gestanden hatten und dem Kollektivismus, der vor allem von Deutschland vertreten wurde (später auch von Russland und Japan). Es war dies ein Kampf zwischen „Freiheit“ und „Pflicht“. Glücklicherweise hat in beiden Kriegen sich die Freiheit durchgesetzt!

 

Hitler war ein konsequenter Sozialist, er führte bis zum bitteren Ende durch, was sozialistische Theoretiker seit langem ersonnen hatten. Es ist kein Wunder, dass der Kollektivismus in Deutschland derart stark werden konnte. Hier verbanden sich die sozialistischen Ideen mit dem „Preußentum“, einer militärisch disziplinierten und durchorganisierten Gesellschaft, die unter dem Postulat der „Pflicht“ stand. Im Kollektivismus gibt es im Grunde nur eine Pflicht und diese heißt Gehorsam und es gibt nur ein Verbrechen und dieses heißt Ungehorsam. Der Gehorsam hat absolut zu sein und ist unter Aufbringung jeden Opfers zu erbringen – egal welchen Inhalt die „Pflicht“ hat. Jeder einzelne „gehört“ dem Staat, der mit dem Individuum nach Belieben verfahren kann. Im Grunde ist m Kollektivismus jeder „Staatseigentum“. Nirgendwo sah man dies deutlicher als unter Hitler bzw. Stalin.

 

Der wahre Feind Hitlers war stets der Liberalismus, das „englische System“. Gleiches gilt auch für den Kommunismus und den Sozialismus. Niemand steht mehr für Rechtsstaatlichkeit, Freiheit und Demokratie als der Liberalismus – die anderen Systeme können ihn deshalb nicht dulden.

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